Das 1996 eröffnete, von Stadt und Universität Osnabrück gemeinsam betriebene und mit Projektmitteln der Stiftung Niedersachsen eingerichtete Erich Maria Remarque-Friedenszentrum beherbergt die Erich Maria Remarque-Ausstellung sowie das Erich Maria Remarque-Archiv mit der angeschlossenen Forschungsstelle Krieg und Literatur. Die inhaltliche Zielsetzung unserer Arbeit verfolgt das Erbe Remarques in der Tradition seiner humanistischen und pazifistischen Position.  

Die anschaulich illustrierte Remarque-Dauerausstellung bietet unter dem Titel „Unabhängigkeit – Toleranz – Humor“ einen umfangreichen und detaillierten Einblick in Leben, Werk und weltweite Wirkung des in Osnabrück geborenen Schriftstellers Erich Maria Remarque. Darüber hinaus präsentieren wir in unserem Foyer jährlich eine Anzahl von Wechselausstellungen im Themengebiet „Krieg und Kultur“. Weitere Wanderausstellungen stehen zur Ausleihe zur Verfügung. Ein prall gefüllter Info-Shop lädt die BesucherInnen dazu ein, die Romane Remarques, deren Verfilmungen sowie weitere Publikationen über den Autor und verschiedene Materialien zu erwerben.  

Das Remarque-Archiv stellt die weltweit umfangreichste Sammlung von und über Erich Maria Remarque und seinem Umfeld der breiten Öffentlichkeit zur Verfügung: Darunter befinden sich u.a. zahlreiche deutsche als auch internationale Ausgaben der Schriften des Autors, Briefe von und an Remarque, Werkmanuskripte, wissenschaftliche Literatur, Fotografien, Rezensionen, Verfilmungen der Werke sowie Materialien zu den Verfilmungen und nicht zuletzt Teile der Bibliothek Remarques. Seit 2014 befindet sich zudem die von Remarque zu Lebzeiten zusammengetragene, 746 Einzelstücke umfassende Schallplattensammlung im Archiv. Darüber hinaus bietet das Archiv Einsicht in Materialien zu den ebenfalls in Osnabrück geborenen Persönlichkeiten Justus Möser, Hans Calmeyer und Heinz Liepman. 

In der Arbeitsstelle Krieg und Literatur werden neben der Sammlung wissenschaftlicher Literatur zum Thema „Krieg und Medien“ des 20. und 21. Jahrhunderts auch Tagungen veranstaltet sowie Publikationen zum Thema veröffentlicht. Die Geschäftsstelle des Friedenszentrums ist Herausgeberin diverser Publikationen, zu welchen unter anderem zwei internationale zweisprachige Periodika zu Leben und Werk Remarques und zum Thema „Krieg und Medien“ im 20. und 21. Jahrhundert, sowie die Schriftenreihe des Erich Maria Remarque-Archivs zählen. Des Weiteren werden Ausstellungskataloge und Begleithefte der Sonderausstellungen sowie Broschüren und Materialien publiziert. 

Ergänzend stellt die Website www.remarque.de umfassende Informationen (in fünf Sprachen) zu Leben und Werk Erich Maria Remarques zur Verfügung. Aktuelle Informationen zu den Aktivitäten, zum Veranstaltungsprogramm, ein detaillierter Überblick über die angebotenen Serviceleistungen sowie eine vollständige Publikationsliste des Remarque-Archivs, ein Newsletter und Neuigkeiten bei Facebook, Instagram und Twitter runden das Angebot ab. Die betreute Kriegsfilmdatenbank „Der Moderne Krieg im Film“ bietet einen einzigartigen Informationsservice zum internationalen Kriegs- und Antikriegsfilm seit dem 20. Jahrhundert. Die zweisprachig deutsch-englisch verfügbare Datenbank finden Sie auf www.krieg-film.de.

Seit Mai 2020 bieten wir die Möglichkeit, sich in Eigeninitiative entweder zu Fuß oder mit dem Rad auf die Spuren Remarques durch Osnabrück zu begeben. Die auf Google-Maps erstellte Karte führt zu den mit Remarque verbundenen Orten in der Stadt und liefert zu den einzelnen Stationen weiterführende Informationen sowie Zitate aus den Werken des Schriftstellers.   

Das Erich Maria Remarque-Friedenszentrum bietet für die inhaltliche Zusammenarbeit mit Schulen und Lehrkräften eine Reihe von Serviceleitungen für die Behandlung von Remarque im schulischen Unterricht an. Alle – in der Regel kostenlosen – Leistungen beinhalten die Beratung und Betreuung durch unsere MitarbeiterInnen. Angeboten werden Gruppenführungen durch die Ausstellungsräume, Filmvorführungen und Workshops sowie Vorträge und Diskussionsveranstaltungen zu Remarque, gerne auch in den Räumlichkeiten der Schule.  

In Erinnerung an das pazifistische Engagement Erich Maria Remarques vergibt seine Heimatstadt Osnabrück seit 1991 alle zwei Jahre den Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis. Mit dem Preis werden AutorInnen ausgezeichnet, die sich mit den Themen „Innerer und äußerer Friede“ auseinandersetzen, sowie Persönlichkeiten, deren publizistisches Engagement für Frieden, Humanität und die Freiheit des Menschen beispielhaft ist.  

Bildquellen