Der 8. Mai 1945 kommt in Geschichtsbüchern heute komplex daher und ist kritikwürdig. „Erinnerungs-Konkurrenzen“ rütteln auf und verstören die Nachgeborenen. Gerade am Gedenktag 75 Jahre nach Kriegsende. Doch sie zu besprechen und auch in den eigenen Familien kritisch zu hinterfragen, ist ein Weg zu mehr Gerechtigkeit.

Das betont Stefan Querl, Jahrgang 1974, Er besuchte kurz vor Ende des Kalten Kriegs während einer Auschwitz-Exkursion nach Oświęcim und Kraków erstmals Polen. Seither engagiert er sich im Maximilian Kolbe Werk. Die kirchliche Hilfsorganisation begleitet polnische Überlebende von Ghettos, Konzentrationslagern, Gestapo-Gefängnissen – das ganz unabhängig von ihrer Herkunft, politischen Haltung, Religionszugehörigkeit oder Weltanschauung.

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