Ziel der Arbeitsgemeinschaft „Orte der Demokratiegeschichte“ ist es, die Wahrnehmung der deutschen Demokratie- und Freiheitsgeschichte lokal, regional und deutschlandweit zu fördern und darüber demokratische Teilhabe und Zivilcourage anzuregen.

Die Arbeitsgemeinschaft verfolgt den Ansatz einer identitätsstiftenden Demokratieerinnerung. Demokratie war nie ein fester gesetzter Begriff – und ist es nicht. Die Diskussion über die Frage, was Demokratie für uns auch heute ausmacht, ist wesentlicher Teil der Demokratie.

Unser demokratischer, freiheitlicher und sozialer Rechtsstaat wurde von vielen Menschen in unserem Land unter zahlreichen Opfern erkämpft. Ein Resultat dieses Ringens um Demokratie ist die Entwicklung eines Grundwertekanons, auf dem das gesellschaftliche Leben der Bundesrepublik Deutschland beruht.

  • Durch das Wissen um die schwierigen Wege zu Freiheit und Demokratie kann die Sensibilität entwickelt werden, Gefährdungen des demokratischen Grundkonsenses zu erkennen.
  • Das Erinnern an historische Konstellationen der Demokratiegeschichte fördert das Erkennen eigener Handlungsspielräume und damit die aktive Mitgestaltung und Teilhabe am Prozess der politischen und gesellschaftlichen Willensbildung.
  • Durch die Auseinandersetzung mit den demokratischen und freiheitlichen Traditionen sollen Respekt gegenüber demokratischen Einrichtungen und die Bereitschaft, sich gesellschaftlich zu engagieren, gefördert werden.

Auch heute gilt: Demokratie, Grund- und Menschenrechte sind nicht selbstverständlich. Sie müssen immer wieder aufs Neue erkämpft und verteidigt werden.