Gedenkstätte Lindenstraße Potsdam

Die Lindenstraße war von 1989 bis Mitte der neunziger Jahre das Epizentrum der Potsdamer Demokratie- und Bürgerrechtsbewegung. Von hier aus organisierten die Brandenburger BürgerrechtlerInnen die ersten demokratischen Wahlen 1990 und setzten wichtige Impulse zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.


Die Gedenkstätte steht für die Geschichte politischer Verfolgung und Gewalt in den unterschiedlichen Diktaturen des 20. Jahrhunderts in Deutschland – aber auch für den Sieg der Demokratie in der Friedlichen Revolution 1989/90. Der ehemalige Gerichts- und Gefängniskomplex war von 1989 bis Mitte der neunziger Jahre das Epizentrum der Potsdamer Demokratie- und Bürgerrechtsbewegung. Von hier aus organisierten die Brandenburger BürgerrechtlerInnen die ersten demokratischen Wahlkämpfe und Wahlen 1990, die Volkskammerwahl und die Wahl der Stadtverordneten. Gleichzeitig setzten sie wichtige Impulse zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

Eine multimediale Dauerausstellung führt durch die verschiedenen zeitlichen Epochen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Menschen, die während der NS-Diktatur, der sowjetischen Besatzungszeit und der SED-Diktatur aus politischen Gründen inhaftiert und verurteilt wurden sowie die Menschen, die 1989/90 dazu beitrugen, die SED-Diktatur zu überwinden. Wechselnde Sonderausstellungen und andere Veranstaltungen runden das Bildungsprogramm ab.


zum Ort: Stiftung Gedenkstätte Lindenstraße