Eduard-Pfeiffer-Haus

Stuttgart

Seit 1946 tagte an der Heusteigstraße der Landtag zunächst von Württemberg-Baden, nach der Vereinigung von Baden, Württemberg-Baden und Württemberg Hohenzollern dann das Landesparlament des neu gegründeten Bundeslandes Baden-Württemberg (bis 1961).


Eduard Pfeiffer war ein erfolgreicher Bankier, der unter anderem die Württembergische Vereinsbank mit begründet hat. Genauso erfolgreich war auch sein Engagement als Sozialreformer. Das Haus an der Heusteigstraße wurde 1890 als Arbeiterheim eröffnet und bot 240 Unterkünfte, eine Volksküche, Wäscherei und einen Saal für kulturelle Veranstaltungen, der im Zweiten Weltkrieg unbeschädigt blieb und so 15 Jahre als provisorischer Plenarsaal dienen konnte. Das Haus sah richtungsweisende Entscheidungen wie die Annahme des Grundgesetzes 1949, den Vollzug der Vereinigung der Südwestländer und die Verabschiedung der Landesverfassung 1953.

Der ehemalige Plenarsaal dient heute der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart als Unterrichtsraum für das Lehrfach Bühnenbild. Die Arbeiterzimmer wurden zu kleinen Appartements umgebaut, um so in zeitgemäßer Form die Ideen Pfeiffers wieder aufzunehmen: moderner Wohnraum und Privatsphäre verbunden mit öffentlichen Räumen für kulturellen Austausch.


zum Ort: Bau- und WohnungsVerein Stuttgart