Haus der Geschichte

Bonn

Das Haus der Geschichte in Bonn will Zeitgeschichte erlebbar machen. In der Dauerausstellung verkörpern über 7.000 Objekte deutsche Zeitgeschichte von 1945 bis in die Gegenwart.


Das Haus der Geschichte in Bonn ist Teil der Stiftung Haus der Geschichte, das drei weitere Museen unterhält: das Zeitgeschichtliche Forum in Leipzig sowie den Tränenpalast und das Museum in der Kulturbrauerei in Berlin. Aufgabe der Stiftung ist die Vermittlung deutscher Zeitgeschichte nach 1945. Die Gründung der Stiftung geht auf die erste Regierungserklärung von Bundeskanzler Helmut Kohl 1982 zurück. Er schlug vor, "eine Sammlung zur Deutschen Geschichte seit 1945" aufzubauen. Ab 1983 erarbeitete eine Sachverständigen-Kommission eine Vorlage für die inhaltliche Konzeption des Hauses. Mit eingeflossen waren auch Anregungen von über 100 gesellschaftlichen Gruppen, Institutionen und Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft, Gesellschaft und Wirtschaft. Im Juni 1994 wurde die Dauerausstellung eröffnet, die seitdem zweimal umfassend überarbeitet worden ist. In der Planungsphase war dem Projekt noch vorgeworfen worden, ein regierungsamtliches Geschichtsbild propagieren zu wollen. Kurz nach Eröffnung wurde es dann vom Europarat als Vorbild für andere nationale Geschichtsmuseen empfohlen.

In der Dauerausstellung begeben sich die BesucherInnen auf eine Zeitreise durch die deutsche Geschichte seit 1945. Jedes Objekt in der Ausstellung hat seine eigene Geschichte. Die Vielzahl von kleinen, privaten und großen, gesellschaftsverändernden Geschichten fügen sich zusammen zu einem Kaleidoskop, das "unsere" Geschichte darstellt. Gemeinsam mit dem Deutschen Historischen Museum unterhält das Haus der Geschichte das Lebendige Museum Online (LeMO), das wissenschaftlich fundierte Informationen und eine große Sammlung an Text- und Bildquellen zur europäischen Geschichte von 1815 bis zur Gegenwart vorhält.


zum Ort: Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland