Landtag Sachsen-Anhalt

Magdeburg

Dass der Landtag Sachsen-Anhalts heute seinen Sitz in Magdeburg hat, ist die Folge einer Abstimmung über die zukünftige Landeshauptstadt vom Oktober 1990. Halle unterlag nur knapp. So wurde am Domplatz die neue Verfassung im Juli 1992 verabschiedet.


Die Gebäude am Domplatz wurden in den 1720er-Jahren als private Wohnhäuser erbaut. Seit den 1830er-Jahren war darin das Stadt- und Kreisgericht, seit 1879 das Preußische Amtsgericht untergebracht. Im Krieg erheblich beschädigt, diente es ab 1954 der Fachhochschule für Wasserwirtschaft als Domizil. An diese öffentliche Nutzung konnte der Landtag nach 1990 anknüpfen. Am 17. Januar 1991 fand die erste Sitzung am neuen Ort statt. Seitdem wurde das Ensemble kontinuierlich umgebaut und modernisiert und bietet heute hinter der barocken Fassade modernste Technik und Funktionalität für die ParlamentarierInnen.

Aktuell befasst sich der Landtag auch mit seiner eigenen Historie und bereitet ein Onlineprojekt zu den Themen Mauerfall und Landesgeschichte vor. Bemerkenswert ist auch, dass im Gegensatz zu den meisten anderen Landtagen in Magdeburg keine Bannmeile um den Landtag existiert. Demonstrationen sind in Magdeburg folglich direkt vor dem Landtag möglich. Damit erinnert der Landtag daran, dass im Herbst 1989 Tausende Menschen vom Friedensgebet im Dom auf den Domplatz traten um für Freiheit und Demokratie zu demonstrieren.


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