Deutscher Dom

Die im 18. Jahrhundert errichtete Barock-Kirche ist eine Zeitzeugin deutscher Geschichte. Heute beherbergt sie die Parlamentshistorische Ausstellung.


1848 wurden die „Märzgefallenen”, also die 183 Todesopfer der Revolution, auf den Stufen des Doms aufgebahrt. Nach einem evangelischen Gottesdienst in der Kirche wurden vor der Kirche kurze Ansprachen von einem evangelischen, einem katholischen und einem jüdischen Geistlichen gehalten, bevor die Särge unter großer Anteilnahme der Berliner Bevölkerung zum Friedhof der Märzgefallenen gebracht und dort beigesetzt wurden.

Im Zweiten Weltkrieg wurde der Dom mehrfach von alliierten Bombenangriffen getroffen und brannte bis auf die Grundmauern nieder. 1983-96 wurde er aufwendig saniert. Der Bau dient seit seiner umfassenden Rekonstruktion als Ausstellungsort für den Deutschen Bundestag. Seit 2002 beherbergt er auf fünf Ebenen die Parlamentshistorische Ausstellung. Die Ausstellung wurde bereits von mehreren Millionen Menschen besucht. Aufgrund der Corona-Pandemie ist der Dom derzeit nur einzeln und vorangemeldet zu besuchen, die Ausstellung wurde gestrafft.


zum Ort: Bundestag

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